PERREAULT Magazine MAY | JUNE 2016 | Page 43

nämlich als unermüdlicher Arbeiter und Kämpfer vor der Abwehr rund um den Weltstar Franz Beckenbauer. Deshalb bekam er auch seinen Beinamen: „ Der Putzer des Kaisers“. „ Katsche“ hielt dem eleganten und technisch versierten Weltklasse-Libero den Rücken frei und war somit maßgeblich an den Erfolgen unseres FC Bayern beteiligt. Von 1961 bis 1979 spielte er in 416 Bundesliga-Partien( 21 Tore) für den Rekordmeister und gewann so ziemlich alles, was es zu gewinnen gibt: Weltmeister 1974, Europameister 1972, Weltpokalsieger 1976, dreimaliger Europokalsieger der Landesmeister( 74-76) und einmal Europapokalsieger der Pokalsieger! Dazu kommen noch fünf Deutsche Meistertitel und drei DFB-Pokalsiege! Trotz dieser ganzen Erfolge ist der bescheidene Münchner immer mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben. Ihm machte es nichts aus, dass seine Kollegen im Rampenlicht standen. „ Ich habe mich nie zurückgesetzt gefühlt, denn ich wusste, was ich kann und was nicht“, erinnert sich „ Katsche“ Schwarzenbeck. Nach einer Verletzung beendete er im Alter von 32 Jahren seine bärenstarke Karriere und übernahm in München das Schreibwarengeschäft seiner Tanten. Dort musste er oft die Geschichte seines berühmten Treffers im Endspiel um den Landespokal erzählen. Vor sechs Jahren schloss er seinen Laden, zu dessen Kunden auch der FC Bayern gehörte. Heute arbeitet und bastelt er sehr gerne in seinem Garten oder geht mit seiner Frau ins Theater. Mit dem FC Bayern ist „ Katsche“ aber immer noch verbunden, denn er beliefert die Geschäftsstelle an der Säbener Straße weiterhin mit Büromaterial. Hier trifft er auch seine ehemaligen Weggefährten wie Paul Breitner und Uli Hoeneß und plaudert über vergangene und aktuelle Erfolge. Keine Frage – „ Katsche“ Schwarzenbeck gehört zu den Legenden des FC Bayern München und somit in die Hall of Fame!
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